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Oldenburger Hafen meldet stabiles Umschlagsvolumen

24.02.2025 07:51 Uhr | Lesezeit: 3 min
Hafen Oldenburg
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.092.728 Tonnen Güter im Oldenburger Hafen umgeschlagen.
© Foto: Mittwollen und Gradetchliev

Der Oldenburger Hafen konnte trotz der Herausforderungen durch die beschädigte Huntebrücke in Elsfleth das Niveau der Vorjahre halten und blickt damit auf ein erfolgreiches Jahr 2024 zurück.

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Mit 1.092.728 Tonnen hat der Oldenburger Hafen beim Umschlag wieder die Millionenmarke überschritten, wobei das Umschlagsvolumen im direkten Vergleich zum Jahr 2023 um 3,68 Prozent gesunken ist. „Bedingt durch die provisorische Hilfsbrücke in Elsfleth ist der Hafen Oldenburg nur stark eingeschränkt anlaufbar“, erklärt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Umso höher sei das erzielte Umschlagsvolumen zu bewerten. Seit Ende August 2024 ist die Hunte für Binnenschiffe wieder passierbar, allerdings mit tidebedingten Behinderungen. Die Seeschifffahrt bleibt bis zur Inbetriebnahme des geplanten Ersatzneubaus weiter komplett gesperrt. Die Hafenwirtschaft und die Stadt rechnen damit, dass der beschleunigte Neubau der Huntebrücke und damit eine Inbetriebnahme Ende 2027/Anfang 2028 gelingt. 

Umschlagszahlen 2024 im Detail

2024 lag der Schiffsumschlag bei 756.240 Tonnen, insgesamt liefen dafür 13 Seeschiffe (Januar bis Februar) und 692 Binnenschiffe den Oldenburger Hafen an. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis mit 805.307 Tonnen ist der Schiffsgüterumschlag um 49.067 Tonnen gesunken. Im Einzelnen wurden 398.121Tonnen Erzeugnisse aus der Land- und Forstwirtschaft, 311.405 Tonnen Baustoffe, 40.570 Tonnen Düngemittel und 6.144 Tonnen Altmetalle per Schiff in Oldenburg verladen. Mit 168 Zügen und 5.381 eingesetzten Güterwagen konnte der Bahnverkehr erneut mit einem Gesamtgüterumschlag von 336.488 Tonnen gesteigert werden. Hierbei handelt es sich mit 178.939 Tonnen um Güter aus der Landwirtschaft und mit 137.006 Tonnen um Baustoffe. Daneben entfallen 20.543 Tonnen auf Düngemittel.

Entwicklung der Mischfutterindustrie

Unter anderem wurde die Umschlagsentwicklung der Mischfutterindustrie durch die Lage an der Huntebrücke beeinflusst: Die Binnenschiffsmengen sind von 148.000 auf 211.000 Tonnen gestiegen. Seeverkehr konnte nur im Januar und Februar stattfinden, sodass die Seeschiffsmengen von 89.000 Tonnen auf 8.000 Tonnen eingebrochen sind. Insgesamt mussten acht Prozent der Rohwareneingänge vom Wasser auf die Straße verlegt werden. Auf der Absatzseite konnte das Kraftfutterwerk im Oldenburger Hafen die Produktionsmenge gegenüber 2023 auf gleichem Niveau halten.

Bahnbetrieb weiter gesteigert

Über die hafeneigenen Gleise konnte der Umschlag erneut gesteigert werden. Die kumulierten Umschlagsmengen der Oldenburger Häfen der Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag sind im Jahr 2024 mit 873.900 Tonnen im Vergleich zu 2023 um 24.900 Tonnen oder 2,7 Prozent gesunken. Dabei wurden Entladungen und Beladungen von Schiffen und Zügen über die Kajen im Hafen Dalbenstraße und im Osthafen inklusive der Mengen, die für andere Hafenanlieger umgeschlagen wurden, zusammengefasst. Während der Binnenschiffumschlag in Höhe von 521.300 Tonnen in den Häfen Dalbenstraße und Osthafen um 7.900 Tonnen oder 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zunahm, sank der Seeschiffumschlag nach einem sehr guten Start, um 34.700 Tonnen oder 68,2 Prozent auf 16.200 Tonnen. Die Bahnentladungen in Höhe von 329.200 Tonnen nahmen um 7.300 Tonnen oder 2,2 Prozent zu.

Aussichten für 2025

„Der für 2024 geplante deutliche Anstieg der Seeschiffsmengen ist vor diesem Hintergrund ausgeblieben. Der Anstieg des Binnenschiffs- und Bahnumschlags in den Oldenburger Häfen der Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag ist positiv zu bewerten. Für 2025 erwarten wir, da die tidebedingten Behinderungen für die Binnenschifffahrt bestehen bleiben, die Seeschifffahrt weiter komplett unmöglich ist und die Konjunkturaussichten insgesamt nicht rosig sind, etwa gleichbleibende Mengen in allen Bereichen“, sagt Nico Steudel, Geschäftsführer der Oldenburger Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag und Vorsitzender der Oldenburger Hafenwirtschaftsgemeinschaft. Ähnlich sieht dies auch Karsten Schulte, Geschäftsführer der Agravis Kraftfutterwerk Oldenburg: „Für die Gesamtentwicklung 2025 erwartet die Agravis Kraftfutterwerk Oldenburg ein konstantes Niveau bei der Produktionsmenge und konstante Umschlagszahlen im Oldenburger Hafen.“

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