Der Wirtschaftsstandort hat bereits Anfang Februar mit den Bauarbeiten zur Erweiterung des Cuxhavener Hafens begonnen. Bis Ende 2028 sollen die neuen Liegeplätze 5 bis 7 fertiggestellt sein. Ziel ist es, den Hafen als Logistikdrehscheibe für Windenergieprojekte auf See (Offshore) und an Land (Onshore) noch leistungsfähiger und effizienter zu ertüchtigen. Um dem wachsenden Platzbedarf gerecht zu werden, sollen im Rahmen des Projekts F90 zwischen den Ortsteilen Groden und Altenbruch auf rund 130 Hektar neue Gewerbeflächen entstehen. Das Gebiet ist eng mit der Entwicklung des Hafens verflochten, wo sich bereits mehrere Unternehmen zur Produktion von Windkraftanlagen angesiedelt haben oder dies in naher Zukunft planen.
Schwerlastbrücke für die Anforderungen der Offshore-Industrie
Rückendeckung erhält das Vorhaben von der Hafenwirtschaftsgemeinschaft (HWG), die insbesondere den geplanten Bau einer neuen Schwerlastbrücke begrüßt. Sie soll eine Tragfähigkeit von 15 Tonnen pro Quadratmeter aufweisen und könnte den Transport selbst der größten und schwersten Offshore-Komponenten deutlich effizienter gestalten. Zudem wird die Brücke die Nutzung von Self Propelled Modular Transporters (SPMT) ermöglichen. Diese selbstangetriebene Transportfahrzeuge können flexibel für unterschiedlichste Gewichte und Dimensionen konfiguriert werden.
Die Brücke wird die direkte Verbindung zwischen den Umschlag- und Gewerbeflächen sowie dem Siemens Gamesa Werk hinter der Kailinie und der Bundesstraße 73 sicherstellen und dabei die Bahngleise der Strecke Hamburg-Cuxhaven überspannen. Durch die neue Verbindung soll der Schwerlastverkehr gezielt auf zwei Routen verteilt werden, was eine spürbare Entlastung der Verkehrsströme im Hafengebiet mit sich bringen dürfte. Gleichzeitig werden die Produktions- und Montagekapazitäten vor Ort gestärkt, was den Standort für internationale Zulieferer und Produzenten noch attraktiver machen soll.