Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Main (WSA) nimmt die Schleusen Krotzenburg (Südkammer) bis Lengfurt vom 26. März bis zum 6. April 2025 und die Schleusen Rothenfels bis Viereth vom 24. März bis zum 9. April 2025 außer Betrieb. Die Schleusensperre findet jährlich statt, um notwendige Bauwerksinspektionen sowie Reparaturen und Unterhaltungsarbeiten an den Anlagen durchführen zu können. Dabei unterstützen rund 200 Beschäftigten des WSA Main. Das Binnenschifffahrtsgewerbe und die Häfen am Main werden bereits zwei Jahre im Voraus informiert um langfristig disponieren zu können.
Umfassende Wartung: Trockenlegung und Instandsetzung der Schleusen
Für die Prüfungen, Bauwerksvermessungen und für die dringenden Instandsetzungsarbeiten müssen die Schleusen Krotzenburg (Südkammer), Wallstadt, Heubach, Lengfurt, Harrbach, Würzburg, Marktbreit, Dettelbach, Knetzgau und Viereth trockengelegt werden. Mit Hilfe von Kranschiffen beziehungsweise Autokränen und mit Taucherunterstützung werden die hierfür erforderlichen sogenannten Schleusenrevisionsverschlüsse eingebaut. Danach werden die Schleusenkammern leergepumpt und so für die auszuführenden Arbeiten zugänglich gemacht. An den trockengelegten Schleusen werden Wände, Häupter, Tore, Sohle sowie Torantriebe auf Schäden untersucht und dokumentiert. Schwerpunk in diesem Jahr ist der Einbau eines neuen Stoßschutzes am sogenannten Oberhaupt der Schleuse Würzburg. An den weiteren Schleusen sind – nach Havarien und Schäden durch eingeklemmte Geschwemmsel – an den Schleusentoren dringende Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich. Auch an den nicht trocken gelegten Schleusen werden Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten durchgeführt, die bei laufender Schifffahrt während des Jahres nicht möglich sind.
Vielseitige Instandhaltung durch Fachkräfte des WSA
Ein Großteil der derzeit bekannten, erforderlichen Instandsetzung-, Wartungs- und Unterhaltungsmaßnahmen werden von eigenen Beschäftigten erledigt. Dem WSA kommt es dabei zugute, dass die eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine breite Palette an fachlichem Know-how aufweisen, unter anderem aus den Bereichen Wasserbau, Nautik, Taucherei, Elektrik, Nachrichtentechnik, Schlosserei, Schreinerei, Vermessung, Technik und Ingenieurwesen. Die Beschäftigten des WSA Main werden durch circa 50 Mitarbeitende von Fremdfirmen unterstützt und setzten in Zeitraum der Schleusensperre circa vier Millionen Euro um.