Der Bayernhafen Aschaffenburg meldet für 2024 einen Güterumschlag von 1,27 Millionen Tonnen Güter per Schiff und Bahn und damit ein Wachstum von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Einerseits ging der Schiffsgüterumschlag um 8,6 Prozent auf 586.577 Tonnen zurück. Unter anderem bedeutete die Schließung der Papierfabrik Sappi in unmittelbarer Nachbarschaft den Wegfall von Brennstoffen und Rohstoffen. Auf der anderen Seite verzeichnete der Bahngüterumschlag ein deutliches Plus von 17,7 Prozent auf 681.080 Tonnen. Dazu beigetragen haben Transporte im Rahmen der Generalsanierung der Riedbahn: So wurden rund 70.000 Tonnen Gleisschotter und Böden in speziellen Containern per Bahn in den Bayernhafen Aschaffenburg gebracht, sowie über 100.000 neue Betonschwellen zur Baustelle und etwa 35.000 ausgebaute Altschwellen zur Aufbereitung beziehungsweise zu Recyclingzwecken zurück nach Aschaffenburg transportiert. Im Kombinierten Verkehr wurden 10.388 TEU umgeschlagen. Neben Containern im Seehafenhinterlandverkehr gehören dazu Wechselbrücken und Sattelauflieger im kontinentalen Verkehr. 2024 legten im Bayernhafen Aschaffenburg 131 Flusskreuzfahrtschiffe an.
Nachhaltige Investitionen für eine zukunftsfähige Hafeninfrastruktur
„Gemeinsam mit unseren Hafenkunden sorgen wir als Logistikdrehscheibe für eine zuverlässige Versorgung von Gesellschaft und Industrie. Mit unseren langfristigen Investitionen in die Infrastruktur stellen wir den bayernhafen Aschaffenburg nachhaltig zukunftsfähig auf“, sagt Alexander Zeiger, Niederlassungsleiter des Bayernhafen Aschaffenburg. 2024 setzte Bayernhafen die anhaltend hohe Investitionstätigkeit fort und stieß rund 7,7 Millionen Euro an Investitionen in die Hafeninfrastruktur und -flächen an. Zu den Projekten, die zum Teil über mehrere Jahre laufen werden, gehören zum Beispiel die Errichtung weiterer Umschlagsflächen mit Gleisanbindung sowie die Erneuerung beziehungsweise Sanierung von Brückenbauwerken des Hafenzufahrtsgleises. Die Planungen erfolgen in Abstimmung mit den Behörden und der Stadt Aschaffenburg. Auch Unternehmen investierten am Standort. Wohnstudio M errichtet etwa an der Darmstädter Straße zwei Hallen als Ausstellungs- und Lagerflächen für den Möbelhandel.