Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Wolfgang Blank plant, sich bei der an diesem Mittwoch in Nürnberg beginnenden Verkehrsministerkonferenz für eine Modernisierung der Häfen einzusetzen. „Die Häfen brauchen ein ordentliches Stück vom Kuchen“, sagte der parteilose Politiker. Bundestag und Bundesrat haben ein kreditfinanziertes Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro und einer Laufzeit von zwölf Jahren beschlossen. Aus dem Topf sollen die Länder 100 Milliarden Euro bekommen; dass ein Teil in die Verkehrsinfrastruktur fließen wird, gilt als sicher.
Neben den wichtigen Investitionen in die Straßen- und Schieneninfrastruktur müsse ein guter Teil des Sondervermögens auch den Häfen zugutekommen, sagte Blank vor der Tagung in Nürnberg: „Die norddeutschen Länder werden die nötigen Investitionen allein nicht stemmen können.“ So gäbe es etwa bei den für den Bau und den Betrieb von Offshore-Windkraftanlagen unerlässlichen Hafeninfrastrukturen einen Investitionsbedarf von rund zwei Milliarden Euro.