Im Seehafen Emden zeichnet sich weiterhin ein kontinuierliches Wachstum im Segment Windkraftkomponenten ab. Wie die Emder Hafenförderungsgesellschaft (EHFG) meldet, wurden am Seehafen an der Emsmündung 2024 rund 5.344 Großkomponenten für Windkraftanlagen umgeschlagen. Damit kann der Hafen seine Position als einer der wichtigsten Ports für die Windkraftbranche an der Nordseeküste festigen. Einer der Gründe dafür ist, dass Emden als Seehafenstadt durch seine trimodale Anbindung per Schiff, Bahn und Straße über ausgezeichnete Standortvorteile für den Umschlag der Anlagen verfügt.
Bedeutung der Binnenschiffe wächst
Die großen Teile kamen überwiegend per Seeschiff von Produktionsstandorten in Indien sowie in Süd- und Ostasien in Emden an. Die importierten Komponenten wurden im Emder Hafen für Projekte in Europa auf Seeschiffe, Lkw und – mit steigender Tendenz – Binnenschiffe verladen. Der Umschlag fand wieder im Emder Binnenhafen statt. Am dortigen Nord- und Südkai steht dafür eine Fläche von 200.000 Quadratmetern zur Verfügung. Für die Abwicklung war die Ems Ports Agency & Stevedoring (Epas) mit seinen rund 100 Beschäftigten und drei Hafenmobilkränen mit einer Traglast von je 125 Tonnen verantwortlich.
Auch für dieses Jahr rechnet der Emder Hafen bei der Windkraft wieder mit guten Zahlen. „Die Windkraftbranche boomt weiterhin und Emden ist bei den Auftraggebern als verlässlicher Partner bekannt“, sagt EHFG-Vorstand Reinhard Hegewald.